Besonders viele Windkraftanlagen stehen entlang der Ostseite des Wietingsmoores, hier am Neustädter Moor.

Windkraftanlagen und Fledermäuse – Wie bekommt man eine Kuh vom Eis?

Besonders viele Windkraftanlagen stehen entlang der Ostseite des Wietingsmoores, hier am Neustädter Moor.

Besonders viele Windkraftanlagen stehen entlang der Ostseite des Wietingsmoores, hier am Neustädter Moor.

Windkraftanlagen liefern dringend benötigte emissionsarme Energie. Ansonsten scheinen sie aber allerhand Probleme für Natur und Landschaft mit sich zu bringen, die zum Teil vieldiskutiert sind.

Einen weiteren Aspekt der Gemengelage untersuchten nun Forscher der Universität in Calgary. Sie inspizierten 188 tot aufgefundene Fledermäuse an einem kanadischen Windpark. Nur die Hälfte der Tiere sei mit den Anlagen direkt kollidiert. 90% der Totfunde wiesen aber innere Blutungen auf, die die Wissenschaftler auf geplatzte Lungenbeutel infolge eines Druckabfalls an den sich schnell drehenden Rotorblättern zurückführen.

Da Fledermäuse einen langsamen Reproduktionszyklus haben, werden erhebliche Nachteile für die Bestände und ihre Ökosysteme befürchtet.

Das Phänomen ist nur bei wandernden Fledermäusen aufgetreten, die bei geringen Windgeschwindigkeiten ziehen. Eine Lösung wird dadurch erhofft, dass die Anlagen bei Schwachwind zur Zugzeit der Tiere abgeschaltet werden. Effiziente WKAs seien ohne gefährlichen Druckabfall an den Rotorblättern nicht zu konstruieren, heißt es.

Quelle:

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,574251,00.html