Wissenswertes vom Wietingsmoor: Aktuelles, Informationen, Moornutzung, Vogelarten, Schafe, Pflegearbeiten
Informationen rund um das Wietingsmoor in der Diepholzer Moorniederung


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 © Landschaftsservice Syke,
 Kurt Gödecke, 2004 - 2010.

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Moortypische und seltene Vogelarten

Wiesenweihe

Die Wiesenweihe (Circus pygargus) hatte in den letzten Jahren am Wietingsmoor (und hier besonders auf der Ostseite) einen Verbreitungsschwerpunkt in Norddeutschland. Im Jahr 2005 waren es 12 Brutpaare, die auf den benachbarten Kulturflächen brüteten und ihre Nahrung zum großen Teil im Moor suchten.

Wiesenweihen sind schlanke, etwa bussardgroße Greifvögel, die als Brutvögel von Europa bis Mittelsibirien vorkommen. In Deutschland sind sie sehr selten.

Im langsamen, gaukelnden Suchflug jagen sie alles, was klein ist und am Boden kreucht und fleucht: kleine Vögel und Säugetiere, Insekten und Reptilien, auch Jungvögel und Eier werden genommen. Die kalte Jahreszeit verbringen sie südlich der Sahara und treffen bei uns normalerweise im Mai ein, um zu brüten.

Männchen beim Start von der Sitzwarte am Brutfeld Männchen beim Start von der Sitzwarte am Brutfeld. Foto: Karin Mitri

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Wiesenweihen-Weibchen auf einem Maisacker Wiesenweihen-Weibchen auf einem Maisacker.

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Junge Wiesenweihe, z.T. noch mit Dunen, in einem Getreideschlag am Wietingsmoor Junge Wiesenweihe, z.T. noch mit Dunen, in einem Getreideschlag am Wietingsmoor.

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Ernte 2005: Landwirt Lüder Steenken mäht in ausreichendem Abstand um das Nest herum Ernte 2005: Landwirt Lüder Steenken mäht in ausreichendem Abstand um das Nest herum. Die Jungen werden später flügge.

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Statistische Dokumentation nach erfolgreicher Beringung junger Wiesenweihen Statistische Dokumentation nach erfolgreicher Beringung junger Wiesenweihen: Wiesenweihen-Förderer Volker Moritz von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Oldenburg (rechts) wird unterstützt durch Ulrich Meyburg, Zivildienstleistender beim BUND Diepholzer Moorniederung (links).

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Fotos (4): Friedhelm Niemeyer

Die Begeisterung für diese schönen Vögel wächst in der Diepholzer Moorniederung. So hat sich am Wietingsmoor eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und sonstigen Naturinteressierten, der staatlichen Vogelschutzwarte und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) entwickelt.

Oft sind es Landwirte oder Jäger, die dem BUND Wiesenweihenbeobachtungen melden. Nach genauer Feststellung des Neststandortes, der meistens in einem Getreideschlag (bevorzugt: Gerste oder Triticale) in Moornähe liegt, organisieren die Fachleute verschiedene Maßnahmen, damit die Brut nicht ausgemäht oder zur Beute von Raubwild oder Wildschweinen wird.

Dazu werden u.a. kleine Flächen bei der Getreideernte stehengelassen, Aufwandsentschädigungen an die Landwirte gezahlt oder Elektrozäune zur Abwehr von Prädatoren aufgestellt. So gelingt es inzwischen alljährlich, etliche Jungvögel vor dem Tod durch Mähbalken oder Prädatoren zu retten. Und das freut natürlich alle Beteiligten, die gemeinsam hoffen, dass es wieder mehr wird bei uns mit den wunderschönen Wiesenweihen.

Bekannte, angrenzende Wiesenweihen-Reviere

Nahrungssuche der Männchen im Hochmoor

 
2005
2006
2007
Wietingsmoor
12
8 - 10
11 - 12
Zum Vergleich: Naturraum Diepholzer Moorniederung
21
18 - 20
25
Niedersachsen
77
   

Datenquelle: BUND, f. Nds. NLWKN Hannover


Männchen im Flug

Wiesenweihe (Circus pygargus, Foto: Fr. Niemeyer)


Wiesenweihe kröpft eine Maus

Wiesenweihe kröpft eine Maus.


Satelit

Verfolgen Sie den Aufenthaltsort verschiedener Wiesenweihen des deutsch-niederländischen Satelliten-
Telemetrieprojektes im Internet! Verwenden Sie dazu folgenden Link und klicken Sie dann bitte noch auf "Satelliet Zenders" und "Migration 2008".

http://www.grauwekiekendief.nl/
index2.php
Externer Link


Kornweihen-Männchen beim Nahrungsflug

Die Unterscheidung von Wiesenweihe und Kornweihe (Circus Cyaneus) gelingt am einfachsten bei den Männchen, da die Weibchen beider Arten äußerlich sehr ähnlich sind. Kornweihen sind breitflügeliger und die Männchen insgesamt heller als Wiesenweihen-Männchen. Die Flügelunterseite der Kornweihen-Männchen ist, anders als bei den Wiesenweihen-Männchen, abgesehen von der schwarzen Flügelspitze, einfach weiß. Am Wietingsmoor lösen sich Wiesenweihe (April bis September) und Kornweihe (Oktober bis März) mit ihrer Anwesenheit ab. (Foto: Kornweihen-Männchen beim Nahrungsflug)


Meldung von Wiesenweihenvorkommen per Email Meldung von Vorkommen der Wiesenweihe per Email

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