Hilft die Bejagung von Rabenkrähen dem Niederwild?

So lautete die Frage, mit der sich Andreas Grauer von Institut für Wildtierforschung an der Tierärzlichen Hochschule Hannover in einer Studie befasst hat.
Eher nicht oder zumindest kaum - so könnte man kurz und knapp seine Einschätzung zusammenfassen, die in der Ausgabe 08/2006 der Zeitschrift "Jagd in Bayern" veröffentlicht wurde. Zwar habe sich der Anteil der Revierpaare nach dem Fang von 10.600 Rabenkrähen mit 170 sogen. "Norwegischen Krähenfängen" im Landkreis Leer um 20% absenken lassen und es sei eine signifikante Verringerung von nichtbrütenden Krähen zu beobachten gewesen. Der Einsatz eines einzelnen Krähenfangs habe aber keinen Effekt. Ebenso ließe sich durch die Bejagung mit der Schusswaffe keine nennenswerte Wirkung erzielen.
Zudem müsse der Einfluss der Rabenkrähe auch auf Wiesenvögel wie den Kiebitz neben den anderen Prädatoren wie Bussard, Graureiher, Fuchs und Marderartige nicht besonders herausgestellt werden, wie Studien gezeigt hätten.
Somit stellt sich die Frage: Wozu dann überhaupt Rabenkrähen bejagen?
Eine Hilfe für die genannten Tiergruppen wird eher in einer wirksamen Verbesserung der Landschaftsstruktur gesehen.
Mehr lesen:
http://www.jagd-bayern.de/JagdinBayern/ jib_08_06/JiB_8_06_Rabenvogelbejagung.pdf
Foto: Rabenkrähe (Corvus Corone). In zentralen Moorflächen des Wietingsmoores wird ihr Vorkommen durch Maßnahmen zur Hochmoor- und Offenlandpflege verringert und so ihr Einfluss auf Brutvögel und Niederwild begrenzt.
(Archiv 05.04.07)
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