Wege zum Schutz des Kiebitz

Foto: Kiebitz auf einer Ackerfläche am Wietingsmoor im Mai 2010. Blanke Äcker üben eine hohe Anziehungskraft auf brutwillige Kiebitze aus und können auch durch die späten Maiseinsaaten während der gesamten Brutzeit von März bis Juni zur "Falle" für Kiebitze werden, wenn die Bewirtschaftung sehr intensiv ist.
Bis Anfang Juni legen Kiebitze ihre Nester an und da sie nicht nur in Mooren oder Wiesengebieten brüten, sondern ebenso häufig auch auf Ackerflächen, ist auch hier der Schutz der Bruten von Bedeutung. "Allgemeine Intensivierung der Landnutzung" nennt es Bernhard Walter von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld, was dem Kiebitz als Vogelart hierzulande zu schaffen macht. Besonders die sich ausbreitenden Biogasanlagen provozieren kürzere Bearbeitungsintervalle auf den Feldern und erhöhen den Bedarf an Maisanbauflächen, die Kiebitze gerne zum Brüten aufsuchen. Auch am Wietingsmoor kommen derzeit Jahr für Jahr neue Biogasanlagen hinzu. Am Versmolder Bruch in Nordrhein-Westfalen bemüht man sich nach einer Markierung der Nester um eine Kooperation mit Landwirten, um Kiebitzbruten zu retten.
(Archiv 17.05.10)
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