2010: Das Jahr der Biodiversität

Foto: Rotwild als Leitart für den Naturschutz. Jäger und der NABU fordern seit Jahren für diese Wildart mehr und besser vernetzte Lebensräume.
Vielleicht sind es erfolgreiche Projekte, die Deutschland den Mut verleihen, sich international als Vorreiter beim Erhalt der Artenvielfalt zu sehen. In dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen "Internationalen Jahr der Biodiversität" sitzt Deutschland bis zu dem im Oktober in Nagayo/Japan stattfindenden Gipfel den UN-Verhandlungen zur biologischen Vielfalt vor.
Doch wie ist es wirklich um den Erhalt von Natur und Artenvielfalt in Deutschland bestellt? Aus der Sicht großer Umweltverbände wie NABU und BUND nicht allzu positiv. In einer Pressemitteilung vom 07.01.10 weist die Deutsche Umwelthilfe e.V. darauf hin, dass z.B. durch die intensive Land- und Forstbewirtschaftung der Verlust von "Naturräumen und der dort lebenden Tiere und Pflanzen" weiterhin schnell voranschreite und so zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim Biodiversitätsschutz in Deutschland eine Riesenlücke klaffe.
Als ein Beispiel für diese Diskrepanz führt Hanna Gersmann in ihrem Artikel in der TAZ das Rotwild an, das hierzulande nur in den 140 behördlich ausgewiesenen Rotwildgebieten leben dürfe (=15% des einstigen Verbreitungsgebietes), daher nicht wandern könne und somit mit Inzuchtproblemen zu kämpfen habe.
Andererseits geht es einigen Tierarten wie Kranich, Seeadler oder Biber deutlich besser. Handelt es sich dabei jedoch nur um einen Silberstreif am Horizont?
Lesen Sie hierzu mehr in der WELT ...
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article 5805620/Die-Landwirtschaft-ist-der-groesste-Artenkiller.html
und in der TAZ ...
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/ 1/die-letzte-wildnis-wird-verdraengt/
(Archiv 18.01.10)
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