Honigbienen in großen Schutzgebieten - wie diese Völker hier im Wietingsmoor -, sind sie hierzulande bald die einzigen, die gentechnisch unbelasteten Honig liefern können?

Imker fordern Verzicht auf gentechnisch veränderte Nutzpflanzen

Honigbienen in großen Schutzgebieten - wie diese Völker hier im Wietingsmoor -, sind sie hierzulande bald die einzigen, die gentechnisch unbelasteten Honig liefern können?

Honigbienen in großen Schutzgebieten – wie diese Völker hier im Wietingsmoor -, sind sie hierzulande bald die einzigen, die gentechnisch unbelasteten Honig liefern können?

In neun deutschen Bundesländern ist Saatgut aufgetaucht, dass mit der gentechnisch veränderten Maissorte NK 603 kontaminiert ist. Dies nimmt der Deutsche Imkerbund (DIB) zum Anlass, auf Gefahren hinzuweisen, die auch für die Bienenhaltung mit der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen verknüpft sein können. Über Pollen könnten sich die gentechnisch veränderten Pflanzen verbreiten und der Honig sei ab der Nachweisgrenze nicht mehr verkehrsfähig, ist in einer Pressemitteilung des DIB zu lesen.

Vor der Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) müssten alle bekannten und denkbaren Konsequenzen für die Umwelt auf ihre Unbedenklichkeit hin untersucht sein, fordert Peter Wagner vom Imkerverein Diepholz und Umgegend. Dabei seien auch Langzeitversuche und –beobachtungen über mindestens 2 Dekaden mit einzuschließen, denn es sei weitgehend ungeklärt, was passiere mit artfremdem Genmaterial bei der Auskreuzung auf „konventionelle“ Pflanzen und verwandte Wildpflanzen, die nicht der Obhut des Menschen unterliegen. Ebenso sei es ungeklärt, welche Konsequenzen in der Flora und Fauna zu erwarten seien, wenn GVOs mit neu „designten“ Eigenschaften sich unkontrollierbar vermehren und ausbreiten würden.

Vor der Freisetzung von GVOs sei nicht nur die Ungefährlichkeit für den Menschen, sondern auch die Auswirkungen für die gesamte Tier- und Pflanzenwelt unabhängig und wissenschaftlich stichhaltig zu untersuchen und zu belegen. Dabei sollten ausdrücklich nicht nur Säugetiere, sondern auch Vögel, Fische und Wirbellose mit einbezogen werden, so Peter Wagner. Neben weiteren Fragen sei auch die Haftungsfrage zu klären und ein Straftatbestand „Gefährlicher Eingriff in empfindliche Ökosysteme“ einzuführen.

Quellen:

Peter Wagner: Zur Problematik des Entwickelns, Inverkehrbringens und Freisetzens von gentechnisch manipulierten Organismen (PDF, 12 KB)

www.deutscherimkerbund.de/phpwcms_ftp/Genmais_in_mehreren_Bundeslaendern_ausgebracht.pdf

Mehr zum Thema Bienenhaltung und Gentechnik lesen Sie auch bei „Mellifera e.V.“ – Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung:

www.bienen-gentechnik.de/gen/index.html