Großer Brachvogel: Zumindest auf Teilflächen des Wietingsmoores waren bei dieser Art wie auch bei der Bekassine zwischen 2002 und 2006 Bestandszunahmen zu verzeichnen. Durch Mähen, Mulchen, Gehölzentnahmen, kontrolliertes Brennen und Schafbeweidung wurden diese Flächen gepflegt. (Foto: Großer Brachvogel im Hochmoor)

Entwicklung der Vogelbestände in Deutschland 2007

In einem Statusreport haben der Dachverband Deutscher Avifaunisten, das Bundesamt für Naturschutz und die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten Ende 2007 auf Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt aufmerksam gemacht.

Ausgewertet wurden mehrere Millionen Datensätze, an deren Erarbeitung mehr als 5000 Ornithologen und Naturinteressierte beteiligt waren.

Hier ein paar Auszüge aus den Ergebnissen: In den letzten 15 Jahren wären 23 von 64 weit verbreiteten Arten seltener geworden, dazu zählten z.B. auch der Kiebitz und der Große Brachvogel.

Als besonders gefährdet wurden die Bodenbrüter der Agrarlandschaft wie Feldlerche und Wiesenpieper eingeschätzt. Als wichtige Ursachen hierfür wurden die Art der Landbewirtschaftung und der Rückgang naturnaher Feuchtwiesen angeführt. Günstigere Entwicklungen habe es nur in „Regionen mit einem hohen Anteil an ökologisch bewirtschafteten Flächen und in großflächigen Schutzgebieten“ gegeben.

Bestandszunahmen waren nach jahrelangen Schutzbemühungen bei folgenden spektakulären Großvogelarten zu verzeichnen: Kranich, Seeadler, Wanderfalke und Schwarzstorch. Die wachsende Population der Wiesenweihe zeige, dass ein erfolgreicher Schutz der Niststätten auch in Äckern praktiziert werden könne. Die Langstreckenzieher Baumpieper und Waldlaubsänger litten während des Zuges unter dramatischen Landschaftsveränderungen.

Großer Brachvogel: Zumindest auf Teilflächen des Wietingsmoores waren bei dieser Art wie auch bei der Bekassine zwischen 2002 und 2006 Bestandszunahmen zu verzeichnen. Durch Mähen, Mulchen, Gehölzentnahmen, kontrolliertes Brennen und Schafbeweidung wurden diese Flächen gepflegt. (Foto: Großer Brachvogel im Hochmoor)

Großer Brachvogel: Zumindest auf Teilflächen des Wietingsmoores waren bei dieser Art wie auch bei der Bekassine zwischen 2002 und 2006 Bestandszunahmen zu verzeichnen. Durch Mähen, Mulchen, Gehölzentnahmen, kontrolliertes Brennen und Schafbeweidung wurden diese Flächen gepflegt. (Foto: Großer Brachvogel im Hochmoor)

Mit etwa 200 Brutpaaren im Wietingsmoor: Die Feldlerche.

Mit etwa 200 Brutpaaren im Wietingsmoor: Die Feldlerche.

Baumpieper: Zu den "Verlieren unter den Waldvögeln", unter denen sonst viele positive Entwicklungen zu verzeichnen waren, wurde der Baumpieper gezählt. Diese Art ist im Wietingsmoor dort anzutreffen, wo ehemals dichte Birken- oder Kiefernverbuschungen kräftig aufgelichtet wurden und in den Randbereichen. Hier ist sie keinesfalls selten.

Baumpieper: Zu den „Verlieren unter den Waldvögeln“, unter denen sonst viele positive Entwicklungen zu verzeichnen waren, wurde der Baumpieper gezählt. Diese Art ist im Wietingsmoor dort anzutreffen, wo ehemals dichte Birken- oder Kiefernverbuschungen kräftig aufgelichtet wurden und in den Randbereichen. Hier ist sie keinesfalls selten.

Schafstelze: Die Schafstelze, hier ein Foto aus dem Hochmoor, ist eine der wenigen Arten, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft gut zurecht kommt und ist rund ums Wietingsmoor in hohen Dichten anzutreffen.

Schafstelze: Die Schafstelze, hier ein Foto aus dem Hochmoor, ist eine der wenigen Arten, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft gut zurecht kommt und ist rund ums Wietingsmoor in hohen Dichten anzutreffen.

Fitis: Der Fitislaubsänger, ein Charaktervogel der jungen Birkenwälder im Wietingsmoor und hier häufig vertreten, hat in den letzten Jahrendeutschlandweit stark im Bestand abgenommen.

Fitis: Der Fitislaubsänger, ein Charaktervogel der jungen Birkenwälder im Wietingsmoor und hier häufig vertreten, hat in den letzten Jahrendeutschlandweit stark im Bestand abgenommen.

Kiebitz: Der Kiebitz, hier ein Jungvogel auf einer Ackerfläche am Moor, hat es immer noch schwer ausreichend Nachwuchs großzuziehen.

Kiebitz: Der Kiebitz, hier ein Jungvogel auf einer Ackerfläche am Moor, hat es immer noch schwer ausreichend Nachwuchs großzuziehen.

Literatur:
Südfeldt, C.; R. Dröschmeister; C. Grüneberg; A. Mitschke; H. Schöpf & J. Wahl (2007): Vögel in Deutschland 2007. DDA, BfN, LAG VSW, Münster.